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selbstsicher | selbst-unsicher |
Auf beiden Füßen fest stehend | Stand- und Spielbein (Gewicht auf einen Fuß verlagert) oder Füße zusammen |
Beim Sitzen Platz ausnutzen | Wenig Platz einnehmen (auf der Stuhlkante) |
Beine leicht auseinander | Beine überschlagen oder zusammengepresst oder Stuhlbeine umklammernd oder gekreuzt |
Rücken gerade | Krummer Rücken |
Schulter gestrafft | Schulter hochgezogen oder nach vorne hängend |
Kopf gerade | Kopf schräg oder eingezogen |
Arme ruhen im Schoß oder auf Armlehnen, beim Reden gestikulierend | Arme eng am Körper oder verschränkt oder Armlehnen fest umklammernd |
Illustartive Gestik | Keine Gesten oder "nervöse" Gesten (Gesicht anfassen, kratzen, mit Gegenständen spielen) |
Im Stehen Arme locker hängend | Arme verschränkt oder in den Taschen |
Blick nach vorne (über die Horizontlinie) | Gesenkter Blick |
Blickkontakt halten | Blickkontakt vermeidend |
Bauch etwas eingezogen | |
Atmung in den Bauch | Oberflächige Atmung |
Lockere Bewegung (entspannt) | Angespannte Muskeln |
Entspannte Gesichtsmuskulatur | Angespanntes Gesicht, starre Mimik |
Hände offen | Hände geschlossen oder gefaltet, auch an Stuhllehnen festgekrallt |
Dem Gesprächspartner zugewandt | Vom Gesprächspartner abgewandt |
"Schutzlos" | "Barrieren"aus Gegenständen vor sich bauend |
Zum Abschluß des Übungsteils hat jeder Teilnehmer einmal versucht
eine selbstsichere Haltung einzunehmen.
Damit er erfahren konnte, wie seine Haltung wirkt und sie ggf.
korrigieren konnte, hat ihm die Gruppe seine Haltung gespiegelt.
Auch diese Runde hat einige neue Erkenntnisse gebracht. "Das sieht
bescheuert aus, das sollte ich wohl lieber lassen" - war eins der
Kommetare.
Im abchließenden Blitzlicht haben mehrere Teilnehmer den Wunsch geäußert,
die Übungen irgendwann mal zu wiederholen.
Hausaufgabe (optional)
Moderation: PS
Bericht
Es waren neun Projektteilnehmer und zwei "Beobachter"anwesend.
Zuerst
wurden die inneren
Kritiker mit ihren typischen Bemerkungen der Gruppe
vorgestellt, um danach gemeinsam zu versuchen, die Aussagen der inneren
Kritiker auf Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Es hat sich herausgestellt, dass
unsere Kritiker nicht besonders kreativ sind und einander ähneln. Viele
sagen z. B. unschöne Dinge, wie diese:
"Du bist nicht liebenswert, deswegen brauchst Du gar nicht versuchen, Beziehungen
zu Menschen einzugehen."
"Du darfst keinen Raum einnehmen."
"Du gehörst nicht dazu. Du bist ausgeschlossen."
"Du bist anders als andere."
"Du bist böse."
"Du darfst keine Bedürfnisse haben/äußern."
"Du bist egoistisch."
"Du hast kein Recht, auf der Welt zu sein."
"Du bist wertlos/minderwertig."
"Du bist ablehnenswert."
"Du bist hässlich."
"Für Dich muss man sich schämen."
"Du musst herausragend gut sein, um akzeptiert zu werden."
"Du musst Dir Dein Recht zum Leben mit Angepaßtheit erkaufen.
"Du störst. Du bist lästig."
"Ich leide durch Deine Anwesenheit."
"Du kannst Dich nicht gut verkaufen."
"Vergiß es, das wird nichts."
"Du belügst Dich selbst."
"Du bist faul."
Wir haben festgestellt, dass unsere innere
Kritiker gerne Tricks verwenden, um
unser Selbstwertgefühl zu untergraben: sie übertreiben und verallgemeinern
unsere Fehlern, sehen alles einseitig, betonen das Negative, während sie
das Positive völlig ausblenden, vergleichen uns mit Anderen und stellen
unhaltbare Behauptungen.
Meistens kennen wir ihre Sprüche schon aus der Kindheit von unseren Eltern,
Lehrer und Freunden.
Interessant waren aber die entmutigenden Sprüche:
"Du brauchst erst gar nicht...", "Vergiße
es", "Das schaffst Du je nicht". Einige Teilnehmer
gaben zu, diese Sprüche zu "verwenden", um
kein Risiko eingehen zu müssen, um vermeiden zu "dürfen".
Der innere Kritiker hat also auch eine Schutzfunktion und verhindert Enttäuschungen
und Verletzungen. Dummerweise verletzt er aber selbst dabei.
Leider reichte die Zeit nicht, um für jeden dieser Sprüche eine sinnvolle
Entgegnung zu formulieren. Wir haben beschlossen, nach Beendigung des Projekts
nochmal auf einzelne Themen einzugehen. Jeder Teilnehmer, der es möchte,
kann sein eigenes Kritiker-Thema nochmal zum Gruppenthema machen.
Hausaufgabe (optional)
Moderation: MB
Bericht
Wir haben die progressive Muskelentspannung nach Jacobson ausprobiert und
zwei verschiedene Atemtechniken eingeübt. Danach haben wir Tiefensuggestionen über
das Selbstwertgefühl auf uns einwirken lassen.
Das war so entspannend, dass man so manchen schnarchen gehört hat.
Da wir noch etwas Zeit hatten, haben wir uns noch zum Schluß eine Phantasiereise über
die Farbe Weiß vom CD gegönnt. Diese hat aber für Verwirrung
gesorgt, da man sich Elfen und Engel vorstellen sollte und viele darüber
schmunzeln mussten. Manche hatten eher negative Gedanken dabei und haben dann
einfach weggehört.
Moderation: LT
Bericht
Wir haben heute in Spielszenen Situationen durchgespielt, wo wir uns selbst behauptet haben.
z.B.
- um einen Platz im Bus bitten
- bei einer Rede Aufmerksamkeit erreichen
- sich gegen sozialen Druck behaupten, wenn andere anderer
Meinung sind
- sich gegen ungerechtfertigte Vorwürfe zur Wehr setzen
- jemandem etwas abschlagen, wenn man es selbst nicht möchte
Wir haben dabei festgestellt, dass wir auch Rechte haben, uns selbst in die Situation einbringen müssen, wissen müssen was wir wollen und was nicht, wissen wozu wir fähig sind, und wissen dass mir auch bestimmte Mittel zur Verfügung stehen.
Wir haben aber auch festgestellt, dass wir uns nicht immer behaupten. Manchmal,
weil uns die Situation überfordert, manchmal, weil zwei sich einander
ausschließende Bedürfnisse sich gegenüber stehen.
Z.B. wenn jemand in der Straßenbahn den Platz blockiert und sich
breit macht und dazu noch aggressive Signale sendet, dann wollen wir
einerseits einen Sitzplatz, aber andererseits auch nicht unbedingt neben
einem solchen Typen sitzen wollen.
Einige Gruppenmitglieder haben den Wunsch geäußert solche Rollenspiele auch zu anderen Themen in der Gruppe wiederholen zu wollen.
Aber nach so viel "Action", waren viele von uns am Ende doch ein wenig erschöpft. (LT)